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Kranstein bei Weltersburg

Das Koster Seligenstatt bei Seck im Westerwald
Das Kloster Seligenstatt war 1215 ein Tochterkloster der Abtei Maria Laach. Seine genaue Gründung ist unbekannt. Es war ein Nonnenkloster (Ordo Sancti Benedicti), der Muttergottes und dem Heiligen Nikolaus geweiht. 1239 wurde die Zahl der Nonnen, wegen der beschränkten finanziellen Mittel, von Erzbischof Dietrich von Trier auf 30 festgesetzt. Schenkungen und Stiftungen steigerten den Besitz im 13. und 14. Jahrhundert. Diese waren jedoch weit gestreut. 1423 ist die letzte Erwähnung vor dem Verfall.

Heute liegt die Ruine kurz hinter der Ortsgrenze von Seck in Richtung Hellenhahn. Ein Förderverein müht sich um den Erhalt. Die noch sichtbaren Außenmauern haben ein Ausmaß von 36×72 m und sind stellenweise noch 6 bis 9 m hoch. Es findet sich eine kleine Holzhütte, die von den Besuchern betreten werden kann. Hier finden sich weitere Informationen zum ehemaligen Kloster in Wort und Bild.
Das Kloster war ein ehemaliges Nonnenkloster und beliebte Versorgungsunterbringung für Töchter einheimischer Adelsfamilien. Im 15. Jh. verlor das Kloster an Bedeutung.

Das Gnadenbild der Mutter Gottes: Der aus Montabaur kommende Werner Hunt war wohl einer der letzten Pröbste des Klosters 1481. Nach der Auflösung des Klosters war er Verwalter desselben und gleichzeitig Pfarrer von Montabaur. Vieles spricht dafür, dass er das Bild um 1497 zur Verehrung nach Wirzenborn brachte.

So wird dort eine Legende erzählt, das Mutter-Gottesbild sei im Bach geschwommen und am Ufer in Wirzenborn hängen geblieben. Oft findet man solche Sagen, die auf die Ankunft eines fremden Bildes hinweisen.

vgl. Ackva Wolfgang, Geschichte der Wallfahrtskirche Wirzenborn, Montabaur 2010, S. 9

Das Steinkammergrab Hadamar-Niederzeuzheim

Das Steinkammergrab von Niederzeuzheim bei Hadamar gehört zu den Megalithgräbern der späten Jungsteinzeit (3800-2800 v. Chr.) und ist typisch für die Epoche. Die Wände sind aus senkrecht aufgerichteten Steinplatten, auf die große Decksteine aus Basalt kammerartig aufgelegt sind. Die noch vorhandenen Ritzen verschloss man mit kleineren Steinen, die auch den Boden pflasterten. Nur noch einer der großen Decksteine ist heute vorhanden. Das Grab hatte die Ausmaße von 6,6 m Länge und 2,5 m Breite. Es fasste ca. 100 Bestattungen. In der Jungsteinzeit fanden Kollektivbestattungen statt. Die Toten wurden durch ein Loch in der Türplatte hindurchgeschoben und in der Grabkammer niedergelegt. Sie lagen mit dem Kopf zum Türlochstein oder „Seelenloch“, das in Richtung der Siedlung zeigte. Man vermutet, dass so die Verbindung der Toten zum Heimatort gegeben war. Oft wurden auch Grabbeigaben hinzugefügt (tönerne Gefäße, Äxte, Perlen, Zähne von Tieren…)Trotz vorausgegangener Plünderung um 1800 konnten 1911 bei der Graböffnung noch einige Knochen gefunden werden. 1954 erfolgte eine genaue Dokumentation. Das Fundmaterial belief sich auf drei Steinbeile und einige Knochen von 23 bestatteten Erwachsenen und zwei Kindern. Scherben aus der Keltenzeit, dem Mittelalter und napoleonische Waffenteile stammten aus späteren Grabstörungen. Der Flurname „Hohler Stein“, sowie eine alte Sage, die von einem geheimen Stollen zur benachbarten Dornburg berichtet, lassen darauf schließen, dass die Stelle lange bekannt war. 2004 wurde die Anlage wieder rekonstruiert.

Quelle: Infotafeln bei der Anlage

Am „Herzweg des Friedens“ bei Katzenellenbogen